Monatsspruch September




LUT Prediger 3:13

Denn ein Mensch, der da ißt und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.


Was darf‘s denn noch sein? - Noch vor wenigen Jahren meinte man in Deutschland, dass es wirtschaftlich immer weiter aufwärts geht. Dem Großteil der Bevölkerung ging es finanziell gesehen relativ gut. Als Jäger und Sammler hielt man dennoch Ausschau nach guten Dingen, die man bisher noch nicht hatte. Irgendwie hatte sich die Haltung eingeschlichen, dass man Anspruch darauf hätte, dauerhaft im Wohlstand zu leben. Schließlich habe man doch auch hart dafür gearbeitet.

Inzwischen haben wir die Finanzkrise erlebt, den Angriff auf das World-Trade-Center mit all seinen Folgen und auch eine Vielzahl von politischen Krisen und von Naturkatastrophen. Immer unverhüllter bekommen wir zu hören, dass die fetten Jahre auch in Deutschland zu Ende sind. Vor uns liegen Jahre, in denen der Wohlstand der Bevölkerung deutlich zurückgehen wird. Zunehmend wird deutlich, dass auch eine gute Ausbildung sowie eine gute Arbeitsleistung keine Garantie für Anstellung und Auskommen sind. Viele gesunde Unternehmen gehen pleite wegen der schlechten Zahlungsmoral ihrer Kunden. Erfolgreiche Großunternehmen entlassen viele Beschäftigte, um noch mehr an Profit machen zu können. Spekulanten bringen ganze Nationen an den Rand der Zahlungsunfähigkeit. Manch einer hat eine Anstellung und fragt sich doch, wie lange er noch den immer steigenden Anforderungen am Arbeitsplatz standhalten kann.

Ein finanzielles Auskommen zu haben und einen Beruf, der bei aller Mühe trotzdem Freude macht, ist also längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Viele Deutsche sind frustriert und verärgert, weil man ihnen etwas genommen hat, worauf sie doch einen Anspruch hätten. Unser Monatsspruch redet davon, dass eine erfüllende Arbeit und unser wirtschaftliches Auskommen Gaben Gottes sind. Auf eine Gabe, ein Geschenk, haben wir keinen Anspruch. Wir können darum bitten und wir sollten dafür dankbar sein, wenn es erhalten.

Auch wenn unser Wohlstand weniger wird, sollten wir jeden Tag bewusst Gott für die guten Dinge, die wir noch haben, danken. Weil Gott gerne denen gibt, die ihn bitten, braucht uns die zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit keine Angst zu machen. Schon im Vater Unser bitten wir ja Gott um unser tägliches Brot. Dies schließt auch unseren Arbeitsplatz mit ein und eine faire Entlohnung.

Wichtig ist natürlich, dass Gott auch tatsächlich unser Vater ist, zu dem wir eine harmonische Beziehung pflegen. Wie Gott unser Vater wird, lesen wir im Johannesevangelium.

LUT Johannes 1:12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben,

So wünsche ich Ihnen allen guten Mut in Ihren Bemühungen und dass Sie und Ihre Familien all die Dinge genießen können, die Sie für Ihr Leben benötigen.

 

Lutz Hampel