Zeigen, dass man zusammengehört

Pfingstgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Aalen im Stadtgarten – Auftakt für Fußball-WM-Aktion

Aalen. „Als Christ ist es wichtig, dass man Geduld hat“, freute sich Pfarrer Bernhard Richter über das frühlingshafte Wetter. Mit dem offiziellen Fußball der WM in den Händen hielt der Pfarrer im Stadtgarten vor zahlreich erschienenen Gästen den Gottesdienst. Hinter dem provisorisch hergerichteten Altar hingen alle Flaggen der Länder, die bei der Weltmeisterschaft antreten. Zur WM wird die evangelische Kirche Public-viewing veranstalten, die Aktion läuft unter dem Namen „die Hoffnung ist rund.“
Während der Gottesdienstes verglich Richter die Gemeinde mit einer Mannschaft. Genauer ging er auf die Begabung jedes Einzelnen ein. „Unter dem Kreuz Christi gibt es keine Unterschiede – alle Begabungen sind gleich wichtig“. „Wir wollen mit unserem Glauben ein Stück Einheit darstellen“ betonte Richter und fügte hinzu: „Es ist wichtig, dass die Christen nicht auseinanderdriften – wir müssen immer zeigen, dass wir zusammengehören.“
Drei Kinder wurden während des Gottesdienstes getauft: Diana Triller, Florian Männel und Amelie-Sabine Gneißner erhielten den Segen Gottes.
Für die Musik beim Gottesdienst sorgte die Band der Freikirchen. BW


© Schwäbische Post 24.05.2010

 

Macht die Tore weit

Fußball-WM: Aalener Christen planen Public Viewing im Evangelischen Gemeindehaus

Nach den Erfolgen bei der WM 2006 und bei der EM 2008 gehen die Übertragungen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr in Südafrika in die dritte Runde. So planen die Aalener Christen auch für das Turnier im Juni und Juli Übertragungen mit Rahmenprogramm im Evangelischen Gemeindehaus in der Friedhofstraße.

Ein so großes Turnier wie die Fußball-WM ist ein Weltereignis. Von 11. Juni bis 11. Juli rollt der Ball in den Stadien Südafrikas. Traumpässe und Fehlpässe, Freudentränen und tiefe Traurigkeit, prickelnde Atmosphäre und deprimierende Stimmung, all das werden Fußballfans in dieser Zeit hautnah durchleben. Und nicht nur sie, denn das Fußball-Fieber ist ansteckend.

Bereits vor vier Jahren bei der Fußball-WM in Deutschland hatte sich eine Projektgruppe von Aalener Christen gebildet, die dieses Weltereignis in die Räume des Evangelischen Gemeindehauses holen und zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis machen wollten. Bei jeder Übertragung war das Foyer fast überfüllt. Vor zwei Jahren bei der EM herrschte eine ähnliche Atmosphäre.
So haben sich die Aalener Christen schon wenige Tage nach der Auslosung der Gruppen im Dezember 2009 getroffen, um für die WM in Südafrika erneut Übertragungen zu planen. Zur Projektgruppe gehören der CVJM Aalen, das Evangelische Jugendwerk, die Evangelische Kirchengemeinde, die Baptisten, die Volksmission und die Gemeinde „Hoffnung für alle“. Dabei haben alle Beteiligten klar gestellt, dass es für sie als Christen um mehr geht als nur um das runde Leder: Die christliche Botschaft soll in kurzen geistlichen Impulsen vor jeder Übertragung in jugendgemäßer Sprache vermittelt werden, Lebensfreude und Fairness sollen in Verbindung mit der Weltmeisterschaft erfahrbar werden, Sport, Begeisterung und Gemeinschaft ganz eng zusammenrücken.
So werden die Tore des Evangelischen Gemeindehauses in Aalen weit offen stehen, wenn das Turnier in Südafrika beginnt und alle Spiele der deutschen Mannschaft im Foyer auf einer Großbildleinwand übertragen – auf jeden Fall die Vorrundenspiele am 13., 18. und am 23. Juni. Sollten die Mannen von Joachim Löw weiterkommen, dann werden alle weiteren Spiele der deutschen Mannschaft auch übertragen. Beim Endspiel am 11. Juli wird es in jedem Fall Public Viewing geben.
Vor, während und nach jeder Übertragung soll es Bewirtung mit Getränken und Imbiss geben. Wichtig ist den Veranstaltern, dass ausschließlich alkoholfreie Getränke ausgeschenkt werden. Und es soll bei jeder Übertragung gesammelt werden für das Projekt „Aalener helfen Afrika“. Auftakt der WM-Aktionen ist ein Gottesdienst im Grünen am Pfingstmontag im Stadtgarten unter der Überschrift: Die Hoffnung ist rund.


© Schwäbische Post 12.03.2010

 

Hilfe für Simbabwe

Aalener helfen in Afrika: Ein weiterer Partner wird vorgestellt

Die WM-Aktion „Aalener helfen Afrika“ wird konkreter, ein weiterer Partner der Aktion wird vorgestellt. So finanzieren Aalener Christen die Agape-Mission in Zimbabwe. Die Aalener Agape-Mission wird von Herbert Gail geleitet.

Aalen. In Aalen ist Lucky Moyo kein Unbekannter. Immer wieder kehrt der Pastor hierher zurück, wo er Anfang der 80er-Jahre am EAZ zum Elektrotechniker ausgebildet wurde. Und er berichtet Freunden des Vereins Agape Mission Aalen über die Erfolge der Agape-Mission in Zimbabwe, die er 1984 gründete und bis heute leitet. Etwa 35% aller Agape-Missionsprojekte in Simbabwe werden von Mitgliedern und Freunden aus Aalen finanziert.
Begonnen hat die Missionsarbeit in sehr bescheidenem Stil im Nkayi Distrikt und hat sich im Laufe der Jahre auf das ganze Land, hauptsächlich auf die Provinzen Matabeleland, Midlands und Gweru ausgedehnt. In den vergangenen vier Jahren kamen christliche Gemeinden in der Hauptstadt Harare, und in den Nachbarländern Botswana, Mozambique und Süd Afrika hinzu. Seit 1991 entwickelt sich das „Ekuthuleni Carpentry Projekt” als praktische Tochter der Agape-Mission mit den Kursangeboten Schreinerei und Metallarbeit sehr positiv. Die Zielgruppe sind Jugendliche aus unterprivilegierten Familien, meist aus ländlichen Gebieten. Ihnen werden mit einer Berufsausbildung bessere Zukunftschancen ermöglicht.
Viele der Agape-Missions-Teilgemeinden auf dem Land treffen sich sonntags zum Gottesdienst in Schulen, da sie keine eigenen Kirchengebäude haben. Dadurch ergeben sich gute Kontakte zu Lehrern und Direktoren. Abgesehen von dem Mangel an Büchern, Heften und Unterrichtsmaterialien müssen viele Schüler auf dem Boden sitzen, da es nicht genügend Tische und Bänke gibt.
DasProjekt wurde von Helga Landsmann für und mit der Agape Missions aufgebaut. Sie arbeitet als Entwicklungshelferin mit „Agape Missions“ im Nkayi Distrikt. Für die sonstige Planung, Gestaltung und Finanzierung dieses Projektes ist die Agape-Mission eigenverantwortlich.


© Schwäbische Post 09.03.2010

 

Kraft aus dem Gebet schöpfen

164. Gebetswoche der evangelischen Allianz – Auf Gottes Wort hören, nach Gottes Wort handeln

1846 wurde die weltweite Bewegung der Evangelischen Allianz gegründet. Seither treffen sich Christen Jahr für Jahr immer Anfang Januar zu einer Gebetswoche. In diesem Jahr unter dem Leitwort aus der Apostelgeschichte 1.8: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, und werdet meine Zeugen sein.“

Aalen. Für diese Gebetswoche haben die nationalen Evangelischen Allianzen aus Tschechien und den Niederlanden die thematischen Vorschläge erarbeitet. Aus ihrem Thema „Ihr seid meine Zeugen“ hat der deutsche Arbeitskreis eine Themenreihe unter dem Motto „Zeugen sein“ entwickelt.
Auch in Aalen wird die Tradition der Gebetswoche seit vielen Jahren gepflegt. Die in der Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen (AAC) zusammengeschlossenen Gemeinden der Stadt haben wieder eine ganze Woche Gebetsabende und an diesem Wochenende einen Kanzeltausch organisiert.
Pastor Thomas Mayer von der Gemeinde Hoffnung freut sich als Vorsitzender der AAC in jedem Jahr auf diese Woche, weil es für ihn ermutigend ist, mit Christen anderer Kirchen und Gemeinden zusammen zu beten und Gemeinschaft zu haben. „Und dabei zu erfahren, dass wir in zentralen Fragen völlig eins sind: nämlich Christus als den Weg und die Wahrheit und das Leben zu begreifen“, sagt der Pastor. Für Mayer geht es bei dem Thema „Zeuge sein“ nicht nur darum, darüber zu reden und zu beten, sondern nach Gottes Wort auch zu handeln, und zwar nicht nur in der Kirche, sondern jeder an dem Platz, wo er steht und wo Gott ihn braucht.

An jedem Tag gemeinsam beten
Zu den einzelnen Gebetsabenden, die nächste Woche an jedem Tag in einer anderen Gemeinde abgehalten werden, gehören neben der Verkündigung ganz wesentlich Gebetsrunden, in denen sich die Christen Zeit nehmen fürs freie und auch stille Gebet, um vor Gott zur Ruhe zu kommen. Denn aus dem Gebet soll die Kraft erwachsen, die Menschen brauchen, um ihre Aufgaben meistern und in der Welt Verantwortung übernehmen zu können. So ist Zeugenschaft richtig zu verstehen.

Ein guter Start ins neue Jahr
Im Vorbereitungsheft für diese Gebetswoche sind aber auch Vorschläge für bestimmte Gebetsanliegen, weil der Allianzbewegung am Herzen liegt, nicht nur an sich selber und die eigenen Wünsche und Bitten denken, sondern die Hände auch zur Fürbitte zu falten für die Menschen in anderen Städten und Ländern mit vielleicht noch ganz anderen existentiellen Problemen als wir sie kennen. Für Pfarrer Bernhard Richter von der evangelischen Kirchengemeinde ist die Gebetswoche der Evangelischen Allianz im Januar immer ein guter Start ins neue Jahr. „Weil wir dann darüber nachdenken, welchen Stellenwert Gottes Wort in unserem Leben hat, und wir dann gleich am Jahresanfang deutlich machen, welche Bedeutung wir dem Gebet in unserem Alltag einräumen“, betont der Theologe.
Eröffnet wird die Gebetswoche in Aalen am heutigen Samstag um 19 Uhr mit einem Gottesdienst in der Johanneskirche mit Hermann Schöll von der Altpietistischen Gemeinschaft und Pfarrer Bernhard Richter.

Kanzeltausch in Aalen
Am Sonntag, 10. Januar, ist dann Kanzeltausch, bei dem Pastor Dr. Wolfgang Bay um 10 Uhr in der Stadtkirche predigt, Pfarrer Stephan Stiegele um 10 Uhr in der baptistischen Kirche, Pfarrer i.R. Siegfried Stadali um 9.30 Uhr bei der Volksmission, Pastor Lutz Hampel um 10.15 Uhr bei den Methodisten und Pfarrer Bernhard Richter um 9.30 Uhr bei Hoffnung für alle.
Gebetsabende sind am Montag, 11. Januar, bei Hoffnung für alle, am Dienstag, 12. Januar, in der Martinskirche, am Mittwoch, 13. Januar, im CVJM-Gütle, am Donnerstag, 14. Januar, bei der Volksmission, und am Freitag, 15. Januar, in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde. Am Samstag, 16. Januar, findet in den Räumen der Volksmission ein Jugendallianzgebetsabend statt.
Zum Abschlussabend am Sonntag, 17. Januar, im evangelischen Gemeindehaus in Aalen spricht Pastor Michael Winkler aus Ditzingen.
Alle Gebetsabende beginnen um 19.30 Uhr.

© Schwäbische Post 08.01.2010