„Gott hat immer eine Perspektive für uns“
FRAUENFRÜHSTÜCK Rund 170 Besucherinnen lauschten beim Frauenfrühstück in der Stadthalle dem Vortrag von Marlies Czerwonka
von Sandra Fischer
AALEN Dreimal im Jahr bereitet das Team des Vereins „Noomi“ für Frauen, egal welcher Konfession sie angehören, ein reichhaltiges Frühstück, eine herzliche Atmosphäre, Kinderbetreuung, ein interessantes Referat und gemeinsames Singen.
An diesem Morgen musizierte die Lobpreisband der Volksmission für und mit den Gästen. Eingangs erzählte Rose Knappich vom Team „Noomi“, wie sie eine lebendige Beziehung zu Gott aufbaute und den Zugang zum Beten fand.
Beten bedeute mit Gott zu reden über das, was uns Sorgen macht oder freut, sagte die Referentin des Morgens, Marlies Czerwonka. Dies sei immer und überall möglich, sogar beim Putzen oder beim Kochen. „Beten ist auch manchmal schreien“, sagte sie und erzählte, wie sie einst um das Wohlergehen ihrer Tochter gebetet hatte.
Das „Vaterunser“ zerlegte Marlies Czerwonka in einzelne Passagen und machte den Sinngehalt des Gebets deutlich. Viele würden das Gebet herunterleiern, ohne es zu begreifen, sagte die Referentin.
„Ist mit Gott reden nicht ein Reden ins Leere?“, würden viele Menschen sich fragen. „Kann Gott mich hören?“, würden manche zweifeln. Und sie wollten wissen, wie Gott Antwort gibt. Auf diese Fragen antwortet die dreifache Mutter aus Albstadt: „Wenn ich Gott mitteile, was mich bewegt, schleicht sich in meine Gedankenwelt ein Gedanke, der nicht von mir ist.“ Das ist die Erfahrung der Anfang 60-Jährigen. Daraufhin könne sie Beziehungen aufbauen und sich verändern. Zudem merke sie, wie sie in Situationen geführt wird.
Mut zum Beten wollte Marlies Czerwonka machen: „Aus dem Gebet kann jeder neue Kraft schöpfen, um das Leben neu anzupacken. Gott hat immer eine Perspektive für uns.“
Am Büchertisch der Buchhandlung „Bücherwurm“ fanden die Besucherinnen viele Anregungen für das Beten im Alltag.
© Schwäbische Post 29.10.2007 |
„Wir zeigen Aalen, dass wir da sind“
ARBEITSKREIS AALENER CHRISTEN „Action Alive“-Aktionsnachmittag und Jugendgottesdienst mit 200 Teilnehmern vor dem Rathaus
„Jesus – Weltmeister der Herzen“ steht auf einem T-Shirt, das bezeichnenderweise die Nummer 1 trägt. Auf Horst Nespetas Brust ist in Anlehnung an das Symbol des Pentium-Prozessors „Do you already have jesus inside“ zu lesen. Der Aalener Hochschulprofessor war einer der Mitinitiatoren des „Action Alive“-Aktionstages, den die Jugend des Arbeitskreises Aalener Christen (AAC) und „Christen im Beruf“ am Samstag vor dem Rathaus veranstaltet haben. |
|
VON FRANK BüHL |
AALEN An Action fehlt es vor dem Rathaus weiß Gott nicht. Bei brütender Hitze kicken Jugendliche im XXL-Kicker, einem riesigen, aufblasbaren Tischkicker mit menschlichen Spielfiguren. Von außen werden sie kräftig angefeuert – auch von den älteren Leuten im Publikum. Auf einem Plakat im Hintergrund steht „Sein Banner über uns ist Liebe“. |
|
© Schwäbische Post 27.8.2007 |
ISRAEL TAG Gestern erstmals auch in Aalen
Bloß nicht vom Namen abschrecken lassen. Denn der „Humus“ schmeckt lecker. Das Püree aus Kichererbsen und Sesampaste stammt – wie die Datteln – aus Israel. Am Informationsstand zum „Israel Tag“ gibt's daneben Kosmetik vom Toten Meer, Luftballons, Fähnchen und jede Menge Informationen über den jüdischen Staat, der heuer 59 wird. |
|
VON FRANK BÜHL |
AALEN Seit fünf Jahren wird der „Israel Tag“ in Deutschland gefeiert – immer um den Gründungstag des jüdischen Staates, den 14. Mai 1948. Initiator ist der Münchner Verein „I like Israel“. Auch in Aalen hatten die Altpietistische Gemeinde und die Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen (AAC) gestern erstmals ein kleines Programm auf die Beine gestellt. |
© Schwäbische Post 4.5.2007 |
JesusHouse 100 Jugendliche feierten im evangelischen Gemeindehaus
Mit Gott feiern |
Gut angelaufen ist gestern Abend das „Jesushouse“. Das evangelische Gemeindehaus in Aalen ist einer von 750 Orten in Europa, der das Jugendevent „JesusHouse“ aus der Hamburger Fischhalle live via Satellit empfängt. |
|
VON SANDRA FISCHER |
aalen Rund 100 Jugendliche waren in Aalen dabei. Tief beeindruckt zeigte sich Mitveranstalter und Gastgeber Pfarrer Bernhard Richter über die Arbeit der Jugendlichen in den letzten Tagen. Der Saal wurde dekoriert und die technischen Voraussetzungen für die Liveübertragung geschaffen. „Wir haben eine tolle Jugend hier“, lobte er. Er freue sich, dass mit dem „Jesushouse“ etwas für die Jugendlichen angeboten werde, das über Partys und sonstige Feste hinausgehe. |
© Schwäbische Post 25.4.2007 |
Jugendlichen von Jesus erzählen
Da werden Erinnerungen ans Public-Viewing bei der Fußballweltmeisterschaft wach. Im Evangelischen Gemeindehaus haben Jugendliche vom 24. bis 28. April wieder die Gelegenheit, gemeinsam zu gucken. Allerdings dreht sich nicht alles ums runde Leder, sondern um Gott. |
|
VON JULIA MAYER |
AALEN Via Satellit wird von Dienstag, 24. April, bis Samstag, 28. April, jeweils um 19.30 Uhr aus der Hamburger Fischhalle ein christliches Programm an verschiedene europäische Orte verschickt - auch ins Evangelische Gemeindehaus. |
ÜBERKONFESSIONELLES FRAUENFRÜHSTÜCK
Jakobus Richter sprach über "Recht, Güte und Demut" |
Eine Antenne für Gott haben |
"Du bist der Gott, der mich stört", lautete der Titel des Referates am Samstagmorgen beim Überkonfessionellen Frauenfrühstück für Frauen und Männer in der Aalener Stadthalle. |
AALEN Jakobus Richter sprach vor 170 Interessierten sehr unterhaltsam über "Recht üben, Güte und Demut". |
ÜBERKONFESSIONELLES FRAUENFRÜHSTÜCK
Linda Karbe in der Aalener Stadthalle
Hilfreiche Tipps für ein gelungenes Familienleben gab es am Samstagmorgen beim überkonfessionellen Frauenfrühstück von Noomi e.V. in der Aalener Stadthalle. Die Hessin Linda Karbe inspirierte zu "Entdecke deine Familie neu".
AALEN Sehr sympathisch steht Linda Karbe am Rednerpult. Selbst durch und durch Familienmensch, legt sie ihre Familienbande offen, erzählt von den drei Kindern und dem Pflegesohn, ihren Hunden und dem an Alzheimer erkranktem Ehemann. Seine Krankheit fordert sie seit acht Jahren dazu auf, die Berufstätige zu sein, sie arbeitet als Ehe- und Einzelberaterin in Lebens- und Glaubensfragen.
Beweggründe, eine Familie gründen zu wollen können vielfältig sein, weiß die 54-Jährige. "Tank- und Raststätte, der Wunsch nach Mutter- oder Vaterschaft, Versorgung, Flucht aus der Einsamkeit", zählt sie auf. "Doch Familie fordert auch viel", "warnt" Linda Karbe und rät, sich durchaus auch mal Tipps von der ledigen Freundin, "die Gold wert ist", zu holen. Sie sei schließlich nicht so "betriebsblind".
Doch auch Karbe hat viele Ratschläge vor allem für Frauen parat, die einen gesunden Pulsschlag in der Familie fördern können. Das Streben nach Freude, Fröhlichkeit und eine gesunde Balance zwischen Freiheit und Abhängigkeit zu finden, erläutert sie. Zudem rät sie, immer ein offenes Haus zu haben, Kontakte zu pflegen. Für sehr wichtig hält sie den Glauben und das Gebet. "Wenn du etwas lebst, dann frage dich in der Bibel, wie", ist mit 16 Jahren ihr Lebensmotto geworden.
Zu einer gesunden Familie gehöre auch die Entschlossenheit zum Lieben, trotz den Fehlern und Schwächen des anderen, auch ein Stück Verzicht, und häufig Lob auszuteilen. "Seien sie eine Mutter die auffängt und ermutigt", bittet Linda Karbe. "In einer Familie wird das Sprungbrett aufgebaut, von dem die Kinder ins Leben springen."
Musikalisch umrahmt wurde der Morgen von Elke und Frank Gelhardt. Das nächste überkonfessionelle Frühstück für Frauen ist am 17. Februar 2007 in der Aalener Stadthalle.
sf
KICKOFF 2006
Fußballturnier und Jugendgottesdienst auf dem Gelände der TSG Hofherrnweiler
Keiner steht im Abseits
Ideales Fußballwetter, spannende Partien und eine tolle Stimmung auf und neben den Schauplätzen auf dem Gelände des Gastgebers TSG Hofherrnweiler: Als voller Erfolg wurde das in der bundesweiten Aktion "kickoff2006" eingebettete Fußballturnier mit teilnehmenden Teams von Schulen und Kirchengemeinden aus dem Raum Aalen von den Veranstaltern gewertet.
VON THOMAS SCHITTENHELM
Dreizehn Fußballteams spielten am Samstag beim Wettstreit...
AALEN-HOFHERRNWEILER Dreizehn Fußballteams waren am Samstag zum Wettstreit um die Siegestrophäen, neben Pokalen auch Urkunden und Sachpreise, angetreten. Und beim anschließenden Jugendgottesdienst, zu dem von den evangelischen Kirchengemeinden Aalen und Wasseralfingen-Hüttlingen, vom CVJM, der Diakonischen Bezirksstelle, der AAC (Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen) und dem Evangelischen Jugendwerk eingeladen worden war, stand - wie schon in den vorangegangenen Turnierspielen auf den beiden Kleinfeldern - keiner im Abseits. Mit einigen Steilvorlagen zum Nachdenken wollte Pfarrer Timo Meyer von der Baptisten-Gemeinde in Filderstadt den fußballbegeisterten Jugendlichen einen "Anstoß für den Glauben" geben.
Des öfteren fand im Turnierverlauf das Runde den Weg ins Eckige und auch wenn mit Herz und Seele gefightet wurde: Fairplay blieb stets der Grundsatz. Zum Mittel, mit Zeitsperren unfairen Einsatz zu ahnden, mussten die ehrenamtlichen Schiedsrichter nur selten greifen. Im Finale setzte sich - etwas überraschend - das Team des Schubart-Gymnasiums gegen die favorisierte Mannschaft der Karl-Keßler-Realschule mit 1:0 durch. Das "golden goal" erzielte Nico Brenner.
In über 3000 Kirchengemeinden und freikirchlichen Gemeinden werden die WM-Spiele als PublicViewing-Veranstaltungen übertragen; so auch im evangelischen Gemeindehaus in Aalens Friedhofstraße, wo die Beine der Nationalkicker auf einer Großbildleinwand dem Leder nachjagen. Das nächste Mal beim morgigen Kräftemessen der deutschen Nationalelf mit Ecuador, das Vorprogramm beginnt eine Stunde vor dem Anpfiff um 15 Uhr.
Ergebnis Kick-Off-Fußball-Turnier:
1. Schubart-Gymnasium, 2. Karl-Kessler-Realschule, 3. Uhland-Realschule, 4. Ernst-Abbe-Gymnasium, 5. Volksmission Aalen/Heidenheim, 6. Ernst Abbe-Gymnasium II, 7. Hoffnung für Alle, 8. evangelische Kirchengemeinde, 9. Talschule Wasseralfingen, 10. Hofherrnschule GHS, 11. katholische Kirchengemeinde, 12. Baptisten-Gemeinde 13. CVJM Aalen.
© Schwäbische Post 19.6.2006
Die Fußball-WM als Anstoß für den Glauben
WELTMEISTERSCHAFT / Kirchliche Institutionen präsentieren kirchlich-weltliches Begleitprogramm
Die Fußball-WM als Anstoß für den Glauben
"Lasset die Kicker zu mir kommen". Unter diesem Motto will die evangelische Kirchengemeinde Aalen in verschiedenen Veranstaltungen und Gottesdiensten mit der Fußballweltmeisterschaft in Aalen einen Anstoß für den Glauben geben. Dabei sei Spannung garantiert.
VON ULRIKE SCHNEIDER
AALEN Ein Fußballturnier mit bislang zwölf Hobby-Mannschaften auf dem Sportgelände der TSG Hofherrnweiler, ein Gottesdienst im Stadtgarten, das CVJM-Gartenfest im Gütle und die drei Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft sowie das Endspiel via Satellit im evangelischen Gemeindehaus sind die vorläufigen Höhepunkte des Kickoff 2006 in Aalen, einem kirchlich-weltlichen Begleitprogramm zur Fußball-WM. Start der Veranstaltungsreihe, die von kirchlichen Institutionen organisiert ist, ist am Pfingstmontag mit einem Gottesdienst im Stadtgarten.
"Die Welt zu Gast in Deutschland ist eine Herausforderung, der wir auch in Aalen gerecht werden wollen", erklärt Pfarrer Bernhard Richter den Hintergrund für die Veranstaltungsreihe unter dem Motto "Lasset die Kicker zu mir kommen". Kickoff 2006: Anstoß für den Glauben bedeute, das Fußballspiel für den Glauben missionarisch zu nutzen.
"Deshalb wollen wir die Begriffe und Handlungsweisen des Fußballs aufgreifen und in Richtung Glauben weiter führen", erklärt Pfarrerin Ursula Richter. So steht beispielsweise das CVJM-Gartenfest am 25. Juni unter dem Thema "Raus aus dem Abseits!". Der Jugendgottesdienst beim Fußballturnier am 17. Juni unter dem Slogan "Wanna be made" widme sich dem Thema Zufriedenheit. Der Abschlussgottesdienst am 9. Juli mit Pfarrer Jochen Stolch in der Magdalenenkirche ist mit "Finale: Der letzte Kick - wir bleiben weiter am Ball!" überschrieben. Ziel aller Veranstaltungen sei es, Schülerinnen, Schüler und Jugendliche zu erreichen, betont Ursula Richter. Man komme ins Gespräch, verstehe sich, könne und müsse Kompromisse finden, die über die Weltmeisterschaft hinaus wirken. "Das ist bestes ökumenisches Lernen", konstatiert sie.
Die Aktion wolle Glaube und Sport verbinden, meinte Bernd Schäufele vom evangelischen Jugendwerk, Bezirk Aalen, ebenso Mitveranstalter wie die evangelische Kirchengemeinden von Aalen und Wasseralfingen-Hüttlingen, der CVJM Aalen, die Diakonische Bezirksstelle und die Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen.
Daher beginnen die Veranstaltungen mit der Übertragung der Vorrundenspiele mit deutscher Beteiligung immer eine Stunde vor Spielanstoß. Das Vorprogramm kommt teils via Satellit aus München und wird vom ehemaligen brasilianischen Nationalspieler Jorghino und Tim Niedernolte von RTL moderiert. Einen Teil gestalten Aalener Gruppen. In den Pausen gibt es Speis und Trank. Alles ist alkohol- und rauchfrei.
Schönheit kommt von innen
STADTHALLE AALEN / Frühstück für Frauen
Von Prospekten lachen sie uns entgegen, verfolgen uns regelrecht: "Schöne" Frauen, braungebrannt, schlank mit makelloser Haut, breitschultrige, fitte Männer. Sind diese Menschen wirklich schön oder durch ihr Gleichsein langweilig?
AALEN Ganz der inneren und äußeren Schönheit widmete sich das Überkonfessionelle Frühstück für Frauen von Noomi e.V., das am Samstagmorgen rund 180 Frauen in die Aalener Stadthalle gelockt hatte. Nach einem reichhaltigen Frühstücksbüffet sorgten Heidrun Ohligschläger und Annemarie Dick für einen humorvollen Auftakt mit einer gespielten Szene aus dem Kosmetiksalon. |
|
© Schwäbische Post 24.4.2006 |
Leitplanke des Lebens
"Zweifeln und Staunen" hat ProChrist sein Programm überschrieben, das acht Tage lang Menschen in ganz Europa informieren, fesseln und unterhalten will. Seit Sonntag kommen jeden Abend rund 240 Menschen ins evangelische Gemeindehaus in Aalen. In ein Rahmenprogramm eingebettet verfolgen sie gebannt die Übertragung eine Impulsgottesdienstes aus der Münchener Olympiahalle.
VON ULRIKE SCHNEIDER
AALEN Ein Unterhaltungsprogramm im klassischen Sinn ist die Veranstaltung von ProChrist eigentlich nicht. Dennoch sind die vielen Besucher vom Impulsgottesdienst mit Musik, Theater, Gesprächen und Wissenswertem bestens unterhalten. Dies gibt es allabendlich aus München per Satellit, übertragen in 1250 europäische Orte.
Das Foyer des Gemeindehauses ist zum Bistro umfunktioniert. An den Tischen wird über Gott und die Welt geredet. Gedanken der Predigt werden aufgegriffen und diskutiert, man lernt sich kennen und freut sich über die nette Bewirtung durch die Hauskreise oder über das in Apricot dekorierte Gemeindehaus.
Wie ein roter Faden zieht sich die Farbe Apricot durch Räume und durchs Programm. Und das startet pünktlich. Alles ist abgestimmt auf den Auftritt von Pfarrer Ulrich Parzany in der Olympiahalle in München. Der Leiter der ProChrist-Veranstaltungen spricht an diesem Abend in seinem Impuls über die zehn Gebote. Eindringlich und überzeugend führt er die Liebe Gottes gegenüber den Menschen vor Augen. Spricht von einer "Liebeserklärung" im ersten Gebot. Zeigt auf, dass die zehn Gebote (2. Buch Mose, Kap. 20, 1-17) wie eine Leitplanke den Gläubigen auf dem richtigen Weg halten. Dass sie ohne Druck Orientierung vermitteln. In einer Gesellschaft, die regiert wird von Neid und Streben nach Besitztümern, appelliert der Hauptredner bei ProChrist, sich auf die Werte zu besinnen, die Gott in den Geboten vorgebe.
Ulrich Parzany bietet für jedes Gebot ein Beispiel, dem die Zuschauer im abgedunkelten Saal des Aalener Gemeindehauses gebannt folgen. Und er ermahnt sie mit deutlichen Worten von der Leinwand auf der Bühne: "Viele widmen ihrem Auto mehr Aufmerksamkeit, als dem eigenen Wohlergehen. Der Tank muss immer voll sein, Reparaturen werden prompt erledigt." Er fordert, die Seele atmen zu lassen, am Sonntag beim Gottesdienst, beim Essengehen oder bei der sonntäglichen Wanderung. Während im Gemeindehaus drei Flammen einer Kerze vor dem aprikot-farbenen Kreuz flackern, meint man sich ihm ganz nah.
Zur Einstimmung auf die rund einstündige Predigt singt der ProChrist-Mega-Chor in München "Da kann man nur staunen". Und in Aalen wird fleißig mitgesungen - wer den Text nicht kennt, dem helfen die Untertitel auf der Leinwand. Als Entschädigung für das verpasste Freundschaftsspiel gegen die USA interviewt Moderator in München, Jürgen Werth, Brasiliens Nationalspieler und FC-Bayern-Star Zé Roberto.
In Aalen befragt vor der Übertragung der lokale ProChrist-Koordinator Werner Dombacher Pia Schlosser, Ute Wendland und Kristina Scherbaum über Hauskreise, an denen sie teilnehmen.
Die Hauskreise bewirten dann auch im Bistro, wo Dagmar über die zehn Gebote sagt, dass man sie im Grundgesetz wiederfindet, weil sie so wichtig seien. Oder die 13-jährige Sabine von der "voll coolen Veranstaltung" schwärmt. Nebenan meint Harald, er komme morgen sicher wieder.
© Schwäbische Post 24.3.2006
Glauben auf moderne Weise erfahren
Eine neue Form, christlichen Glauben zu erleben, bieten die Impulsgottesdienste im Rahmen der ProChrist-Aktion im Evangelischen Gemeindehaus. In Aalen wurde gestern der erste von acht Abenden mit Live-Übertragung aus der Münchner Olympia-Halle abgehalten. Thema der via Satellit übertragenen, 80-minütigen Veranstaltung war "Das fängt gut an - Wie ein Zweifler das Staunen lernt". Durch das Vorprogramm leiteten Werner Dombacher und Dekan Erich Haller. Die Singkreise Hofherrnweiler, Domino Lauterburg und der Hauskreis Walloschke rundeten den Abend ab. Bis zum 26. März werden Übertragungen samt lokalem Programm täglich jeweils um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus fortgesetzt.(sk / Foto: hag)
© Schwäbische Post 20.3.2006
ALLIANZ-GEBETSWOCHE 2006
Viele Gemeinden beteiligen sich
Vom 6. bis zum 14. Januar ist in verschiedenen Kirchen und Gemeindehäusern Aalens Allianzgebetswoche. Die Eröffnung ist am Freitag, 6. Januar mit einem zentralen Gottesdienst in der Aalener Stadtkirche.
AALEN Die Predigt hält dort Pfarrer Bernhard Richter zu dem Wort Jesus: "Ich lebe und ihr sollt auch leben". Die Liturgie gestaltet Pastor Wolfgang Holstein, Elke Gelhardt singt. Am Samstag, 7. Januar, wird ein Jugendabend in den Räumen der Gemeinde "Hoffnung für alle" veranstaltet, am Sonntag, 8. Januar, ist ein Vortragsabend im Evangelischen Gemeindehaus mit Ulrich Materne.
In der nachfolgenden Woche ist jeden Abend um 19.30 Uhr ein Gebetsabend, am 9. Januar in der Martinskirche, am 11. Januar im CVJM-Heim "Gütle", am 12. in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde und am 13. Januar in der Volksmission.
Am Dienstag, 10. Januar gibt es ab 14 Uhr einen Gebetsnachmittag in den Räumen der Markuskirche und als Abschluss der Woche wird am Samstag, 14. Januar um 19 Uhr eine Gottesdienst in der Johanneskirche gefeiert.
© Schwäbische Post 4.1.2006
MISSIONSARBEIT
![]() |
Lucky Moyo arbeitet seit 21 Jahren in Simbabwe als Missionar bei der von ihm gegründeten Agape-Mission.
Schwierige Lage schwächt Tatendrang nicht
Man kann ihn getrost als Pioniermissionar in Simbabwe bezeichnen. In Aalen hat er in den 80er Jahren eine Ausbildung zum Elektrotechniker genossen. Lucky Moyo kam vor Weihnachten drei Wochen zurück in seine "zweite Heimat" und berichtete über die vielschichtige Arbeit der Agape-Mission in Simbabwe, der einstigen Kornkammer Afrikas.
VON SASCHA KURZ
AALEN 30 000 Menschen in 70 Gemeinden betreut die Agape-Mission mit Hilfe von Spenden des in Aalen ansässigen Fördervereins. 30 hauptamtliche Mitarbeiter stellen sich dabei in den Dienst der Missionsarbeit, die aufgrund der politischen Lage in der einstigen britischen Kolonie nicht einfacher geworden ist. "Inflation, Arbeitslosigkeit und Hunger schwächen gerade die Armen, Waisen und Witwen, denen unsere Missionsgemeinden helfen", sagt der 45-jährige Lucky Moyo in nahezu akzentfreiem Deutsch.
Armenspeisungen, die Versorgung von rund 3000 Waisenkindern, Hilfe zur Selbsthilfe und der Aufbau von Ausbildungsstätten bilden die Grundpfeiler der Missionsarbeit, die zu 85 Prozent durch den süddeutschen Freundeskreis und den Förderverein finanziert wird. Neuestes Projekt der Mission ist die Betreuung von Obdachlosen, um die man sich nach den jüngsten Vertreibungen in Simbabwe vermehrt kümmern muss.
Politisch möchte Lucky Moyo nicht tätig werden. "Gerechtigkeit und Menschenrechte bilden die Basis eines Gemeinwesens. Die Kirchen sollten sich dabei engagieren und den Menschen bezüglich ihrer Rechte Erleuchtung bringen", meint er. Er bezeichnet die Agape-Mission als "friedlich und unparteiisch", sie wolle die Menschen von innen heraus verändern.
In dem von Robert Mugabe regierten afrikanischen Staat, der die Opposition unterdrückt, können sich viele Menschen nach der anhaltenden Dürre vor zwei Jahren nicht richtig ernähren. "Die Agape-Mission arbeitet mit anderen christlichen Organisationen zusammen. Punktuell sind internationale Organisationen wie die Welthungerhilfe Partner unserer Einrichtung", berichtet der Missionar. Der missionseigene Truck wird schon mal zum Verteilen der Nahrungsmittel in entlegenere Dörfer benutzt.
Was Lucky Moyo Sorge bereitet, ist die medizinische Lage in seiner Heimat. "Es mangelt an Ärzten, Medikamenten und medizinischer Ausrüstung", erklärt er. Fachärzte seien so gut wie keine vorhanden, weil sie nach der relativ guten Ausbildung an der Hochschule Simbabwes das Land sehr häufig verließen. "Von ursprünglich 14 Millionen Einwohnern leben geschätzt vier Millionen im Ausland", sagt er.
Die Missionsarbeit wurde in den vergangenen Jahren nach Botswana und Mosambik ausgedehnt. "In Maputo haben wir eine Gemeinde gegründet. Mosambik birgt große Entwicklungspotenziale. Durch den langjährigen Krieg ist dort vieles kaputt gemacht worden", sagt der ansonsten lächelnde Moyo nachdenklich.
Bevor Moyo Ende November zu seinen Freunden nach Aalen kam, besuchte er Bekannte in der Schweiz und den Niederlanden. Der Kontakt zu den Menschen, die seine Arbeit in Simbabwe unterstützen, ist ihm wichtig. Es scheint, als würde er in Gesprächen mit ihnen Kraft für kommende Aufgaben tanken. Moyo hofft, dass sich die Situation in Simbabwe schnell normalisiert und es zu einer "friedlichen Transformation" kommt. "Wir setzen, gemeinsam mit Gläubigen aus anderen christlichen Kirchen, den politischen Geschehnissen die geistliche Auseinandersetzung mit Gebeten entgegen", meint Lucky Moyo.
Nach den künfigen Zielen gefragt, gerät der Mann aus Simbabwe leicht ins Schwärmen und seine Augen fangen an zu glänzen. "Wir wollen weitere Gemeinden gründen. Vielleicht schaffen wir es, akademische Ausbildungen wie die zum Techniker in eigenen Ausbildungsstätten zu ermöglichen - das wäre sehr schön", meint der Elektrotechniker und Jurist. Er ist sich sicher, dass seine europäischen Freunde die Arbeit im Sinne Gottes vor Ort weiter unterstützen werden und die Agape-Mission das Leben in Simbabwe hoffnungsvoller gestaltet.
Bankverbindung Agape Mission: VR-Bank Aalen, Konto 141 002 000, BLZ 614901 50. Informationen erteilt Herbert Gail, Telefon (07361) 596230 (07361) 596230 .
Schwäbische Post 20.12.2005
ProChrist 2003 - Seminar im Doppelpack
![]() |
Obwohl ProChrist 2003 erst im März nächsten Jahres stattfindet, bereiten sich die durchführenden Gemeinden bereits intensiv vor. Unter der Leitung von Pastor Wolfgang Holstein von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) und Pastor Jonathan Pfaff von der Volksmission entschiedener Christen wurden die Vorbereitungskurse Jeder Mensch ist Gott wichtig parallel und inhaltsgleich durchgeführt. Im Vordergrund stand die Besinnung auf die Grundlagen christlichen Glaubens. Die Themenschwerpunkte waren Gott begegnen, Menschen verstehen, Nächste gewinnen und Gemeinde gestalten.
Die insgesamt über 80 teilnehmenden Gemeindeglieder sollten so für ihren Einsatz während der ProChrist-Veranstaltungen im März nächsten Jahres vorbereitet werden. An drei Austragungsorten, im Gemeindehaus der Baptisten und der Volksmission, sowie im Dietrich-Bonhoeffer-Haus unter der Regie der Altpietisten, wird die europaweit per Satellit verbreitete Evangelisation durchgeführt werden mit dem Ziel, Jesus als die Schlüsselfigur für ein gelingendes Leben den Menschen bekannt zu machen. Bei ProChrist 2000 gelang dies in beachtenswerter Weise:
1200 ProChrist-Orte zählten etwa 1,2 Millionen Besucher.

