„Gott hat immer eine Perspektive für uns“



FRAUENFRÜHSTÜCK Rund 170 Besucherinnen lauschten beim Frauenfrühstück in der Stadthalle dem Vortrag von Marlies Czerwonka

von Sandra Fischer

AALEN   Dreimal im Jahr bereitet das Team des Vereins „Noomi“ für Frauen, egal welcher Konfession sie angehören, ein reichhaltiges Frühstück, eine herzliche Atmosphäre, Kinderbetreuung, ein interessantes Referat und gemeinsames Singen.
An diesem Morgen musizierte die Lobpreisband der Volksmission für und mit den Gästen. Eingangs erzählte Rose Knappich vom Team „Noomi“, wie sie eine lebendige Beziehung zu Gott aufbaute und den Zugang zum Beten fand.
Beten bedeute mit Gott zu reden über das, was uns Sorgen macht oder freut, sagte die Referentin des Morgens, Marlies Czerwonka. Dies sei immer und überall möglich, sogar beim Putzen oder beim Kochen. „Beten ist auch manchmal schreien“, sagte sie und erzählte, wie sie einst um das Wohlergehen ihrer Tochter gebetet hatte.
Das „Vaterunser“ zerlegte Marlies Czerwonka in einzelne Passagen und machte den Sinngehalt des Gebets deutlich. Viele würden das Gebet herunterleiern, ohne es zu begreifen, sagte die Referentin.
„Ist mit Gott reden nicht ein Reden ins Leere?“, würden viele Menschen sich fragen. „Kann Gott mich hören?“, würden manche zweifeln. Und sie wollten wissen, wie Gott Antwort gibt. Auf diese Fragen antwortet die dreifache Mutter aus Albstadt: „Wenn ich Gott mitteile, was mich bewegt, schleicht sich in meine Gedankenwelt ein Gedanke, der nicht von mir ist.“ Das ist die Erfahrung der Anfang 60-Jährigen. Daraufhin könne sie Beziehungen aufbauen und sich verändern. Zudem merke sie, wie sie in Situationen geführt wird.
Mut zum Beten wollte Marlies Czerwonka machen: „Aus dem Gebet kann jeder neue Kraft schöpfen, um das Leben neu anzupacken. Gott hat immer eine Perspektive für uns.“
Am Büchertisch der Buchhandlung „Bücherwurm“ fanden die Besucherinnen viele Anregungen für das Beten im Alltag.

© Schwäbische Post 29.10.2007

 

 

„Wir zeigen Aalen, dass wir da sind“



ARBEITSKREIS AALENER CHRISTEN „Action Alive“-Aktionsnachmittag und Jugendgottesdienst mit 200 Teilnehmern vor dem Rathaus

„Jesus – Weltmeister der Herzen“ steht auf einem T-Shirt, das bezeichnenderweise die Nummer 1 trägt. Auf Horst Nespetas Brust ist in Anlehnung an das Symbol des Pentium-Prozessors „Do you already have jesus inside“ zu lesen. Der Aalener Hochschulprofessor war einer der Mitinitiatoren des „Action Alive“-Aktionstages, den die Jugend des Arbeitskreises Aalener Christen (AAC) und „Christen im Beruf“ am Samstag vor dem Rathaus veranstaltet haben.


VON FRANK BüHL 

AALEN   An Action fehlt es vor dem Rathaus weiß Gott nicht. Bei brütender Hitze kicken Jugendliche im XXL-Kicker, einem riesigen, aufblasbaren Tischkicker mit menschlichen Spielfiguren. Von außen werden sie kräftig angefeuert – auch von den älteren Leuten im Publikum. Auf einem Plakat im Hintergrund steht „Sein Banner über uns ist Liebe“.
„Wir kicken für Spaß, aber wir kicken auch für Gott“, meint David Täubert selbstbewusst. „Wir zeigen Aalen, dass wir da sind.“ Der blonde junge Mann ist Vikar bei der „Volksmission entschiedener Christen“. „Er hat die Hauptorganisationsarbeit gemacht“, sagt Friedrich Wolf und klopft Täubert auf die schmächtigen Schultern. Wolf, ebenfalls Professor an der Aalener Hochschule, hat vor Horst Nespeta die Aalener Ortsgruppe der Vereinigung „Christen im Beruf“ („Full Gospel Business Men's Fellowship International Deutschland“) geleitet. Nespeta lobt die „galaktische“ Zusammensetzung der Initiatoren und Teilnehmer des Aktionsnachmittages: die vier Jugendgruppen „Brandstifter“ (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Baptisten), „ONLINE“ (Hoffnung für alle), „YOUgend“ (Volksmission entschiedener Christen) und der CVJM Aalen, die Evangelische Landeskirche, Methodisten und Altpietisten.
„Unsere gemeinsame Basis ist der Glaube an Jesus Christus“, sagt Nespeta. Etwas wie der Arbeitskreis christlicher Jugendgruppen in Aalen (AACJ) sei in Deutschland „sehr, sehr selten“. „Und“, beeilt er sich zu versichern, „das sind ganz normale Jugendliche“. Sieht man sich um, kann man ihm nicht widersprechen. „Der Glaube wird von den Jugendlichen heute viel offener und unkomplizierter gelebt“, stellt Nespeta fest. Und, während hinter uns erneut der Torjubel aufbrandet: „Die internationalen Fußballer machen auch keinen Hehl aus ihrem Glauben, die haben Gott in den Stadien salonfähig gemacht.“ Wie etwa Stuttgarts Brasilianer Cacau.
Etwa 80 bis 100 Jugendliche sind in den vier am Aktionstag beteiligten Jugendgruppen aktiv. „Die Jugendlichen suchen Werte, die über den Alltag hinausgehen“, erläutert Nespeta. „Dabei wollen wir ihnen helfen.“ Die Arbeit der Freikirchlichen sei „weit weg von sektiererischem Verhalten – Altes und Neues Testament sind die Grundlage unseres Handelns“. Der Kontakt zu katholischer und evangelischer Kirche sei gut, Konkurrenz gebe es keine. Pfarrer Bernhard Richter, der auch die christliche Hochschulgemeinde leite, fördere das sehr.
Von den „Namenschristen“, die sich bis auf den sonntäglichen Kirchgang nicht mit Gott beschäftigen, wolle man sich schon abgrenzen. „Nur der Gottesdienst allein rettet nicht“, sagt Friedrich Wolf. „Es geht darum, die Sünde zu erkennen und sie zu bekennen“, mahnt Horst Nespeta. Er legt Daumen und Zeigefinger aneinander und doziert, jedes Wort sorgfältig betonend: „Man muss zu Gott gehen und ihn bitten, die Führung seines Lebens zu übernehmen.“
„I'm born again!“, meint Nespeta triumphierend. Früher sei er erfolgreich, aber „leer“ gewesen: „Ich habe keinen Sinn mehr in meinem Leben gesehen“, sagt er. Heute beginnt er den Tag mit einer „stillen Zeit“, hält sich den Sonntag von beruflichen Verpflichtungen frei, engagiert sich sozial. In den USA, wo die Vereinigung „Christen im Beruf“ entstanden ist, seien bereits „40 bis 50 Prozent der Leute neu geboren“. Warum die USA dennoch eines der Länder mit der höchsten Kriminalitätsrate sind? „Der wiedergeborene Mensch ist immer auch ein sündiger Mensch“, weiß Nespeta. „Der Gegner heißt Satan.“ Von ihm müsse man sich ab-, Jesus müsse man sich zuwenden.
Wie sie diesen Schritt getan haben, erläuterten Jennifer (24) und Eduard Selinger (31) aus Aalen am Abend den etwa 200 Zuhörern des Jugendgottesdienstes. Die Deutsch-Amerikanerin Kitty Hamilton (Nespeta: „Eine quirlige Omi“), die seit 1988 das Evangelium von Jesus Christus in allen Erdteilen verkündet, gab den Jugendlichen ihre Freude am Glauben auf eine in herkömmlichen Gottesdiensten nicht gekannte Art weiter – temperamentvolle Gospelseligkeit oder ekstatische Fernsehprediger-Heilsbekundung? Begleitet wurde der temperamentvolle Abend von der „Lobpreis Band“ des AACJ.

 

© Schwäbische Post 27.8.2007

 

ISRAEL TAG Gestern erstmals auch in Aalen



Bloß nicht vom Namen abschrecken lassen. Denn der „Humus“ schmeckt lecker. Das Püree aus Kichererbsen und Sesampaste stammt – wie die Datteln – aus Israel. Am Informationsstand zum „Israel Tag“ gibt's daneben Kosmetik vom Toten Meer, Luftballons, Fähnchen und jede Menge Informationen über den jüdischen Staat, der heuer 59 wird.


VON FRANK BÜHL

AALEN   Seit fünf Jahren wird der „Israel Tag“ in Deutschland gefeiert – immer um den Gründungstag des jüdischen Staates, den 14. Mai 1948. Initiator ist der Münchner Verein „I like Israel“. Auch in Aalen hatten die Altpietistische Gemeinde und die Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen (AAC) gestern erstmals ein kleines Programm auf die Beine gestellt.
„Wir wollen über Israel informieren“, sagt Werner Dombacher, Bezirksverantwortlicher der Altpietistischen Gemeinschaft . Das ist nicht so einfach. „Manche Leute meinen, wir möchten ihnen eine Schuld einreden.“ Schuld nicht – „aber wir Deutschen haben eine besondere Verantwortung“. Dombacher war öfters in Israel unterwegs. Angefeindet wurde er nie. Im Gegenteil: „Stattdessen sind die Leute uns für unseren Besuch dankbar.“ Schließlich würden sich die Israelis doch „ein Stück weit isoliert“ sehen.
Auf dem Tisch liegen Kopien des SchwäPo-Artikels über die Aalenerin Erika Neumann, die ehrenamtlich in einem israelischen Altenheim arbeitet. Als sie von der Veranstaltung in Aalen erfahren hat, hat sie Werner Dombacher angerufen. Der „Israel Tag“ in Deutschland, hat sie erzählt, werde im Land selbst aufmerksam registriert. Eine Schriftrolle mit Grüßen, auf der sich gestern Abend im Evangelischen Gemeindehaus (wo ein Basar und ein Vortrag des Göppinger Pfarrers i.R. Rudolf Maurer stattfanden) auch Aalener eintragen konnten, wird in Tel Aviv feierlich enthüllt werden.
Die jüdische Gemeinde in Aalen sei inzwischen wieder größer als vor dem Zweiten Weltkrieg, erzählt Dombacher, und bestehe hauptsächlich aus Einwanderern aus den früheren Sowjetrepubliken, sogenannten „Kontingentflüchtlingen“. Die seien zwar „sehr ehrgeizig“, fänden aber in der Regel keine Arbeit. „Die Hoffnung ruht auf den Kindern.“
„Dass wir hier stehen, heißt nicht, dass wir Befürworter der Politik Israels sind“, betont Hermann Schöll. „Die Spitzenpolitiker sind furchtbar“, sagt er, auf den desaströsen Libanonfeldzug und die Skandale um Staats- und Ministerpräsident anspielend. Die Nähe zum jüdischen Staat sei religiös bedingt. „Wir sind Christen.“ Und dann erzählt Schöll, seines Zeichens Tiefbau-Ingenieur, noch von der Fabrik in Afula, die inzwischen auch nach Deutschland importierte Straßen-Kunststoffschächte aus einem Stück produziert. „Da arbeiten zur Hälfte Israelis und zur Hälfte Palästinenser – die kommen prima miteinander aus.“

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© Schwäbische Post 4.5.2007

 

JesusHouse 100 Jugendliche feierten im evangelischen Gemeindehaus



Mit Gott feiern

Gut angelaufen ist gestern Abend das „Jesushouse“. Das evangelische Gemeindehaus in Aalen ist einer von 750 Orten in Europa, der das Jugendevent „JesusHouse“ aus der Hamburger Fischhalle live via Satellit empfängt.


VON SANDRA FISCHER

aalen   Rund 100 Jugendliche waren in Aalen dabei. Tief beeindruckt zeigte sich Mitveranstalter und Gastgeber Pfarrer Bernhard Richter über die Arbeit der Jugendlichen in den letzten Tagen. Der Saal wurde dekoriert und die technischen Voraussetzungen für die Liveübertragung geschaffen. „Wir haben eine tolle Jugend hier“, lobte er. Er freue sich, dass mit dem „Jesushouse“ etwas für die Jugendlichen angeboten werde, das über Partys und sonstige Feste hinausgehe.
„JesusHouse“ ist ein attraktives Bühnenprogramm mit fetziger Musik, Talk und christlichen Impulsen von Christina Brudereck und Schauspieler Torsten Hebel. Peter Falk aus der „Popstars“-Jury sowie die „Jesushouse“-Band und viele mehr werden mit dabei sein. Täglich bis Samstag wird das Event von 19.50 Uhr bis 21 Uhr übertragen und zum „Public Viewing“ einladen. Es geht in diesem Jahr in die vierte Runde und findet alle drei bis vier Jahre statt.
„Jesushouse ist eine tolle Sache, es ist cool hier und toll aus dem Leben anderer zu hören“, sagte Max bei der Gästebefragung durch Jens Ohligschläger und Heiko Atzmann, ehe die Übertragung begann. Christina Brudereck definierte sogleich ihren Wunsch für die „JesusHouse“-Woche an alle, die normalerweise nichts mit Jesus am Hut haben: „Lass dich einfach auf den Gedanken ein, dass es einen Gott gibt und höre einfach zu.“
Die weiteren Themen im „Jesushouse“ sind: 25. April – „Leben: Wenn dir ein Licht aufgeht“; 26. April: „Liebe: Vergebung ändert die Vorzeichen“; 27. April:. „Einblick: Hoffnung trotz Schmerz und Leid“; 28. April:. „Staunen: Neue Perspektiven haben“.
Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Aalen. Nach dem Bühnenprogramm lädt ein Bistro im Foyer noch für Gespräche und zum Verweilen ein.

© Schwäbische Post 25.4.2007

 

Jugendlichen von Jesus erzählen



Da werden Erinnerungen ans Public-Viewing bei der Fußballweltmeisterschaft wach. Im Evangelischen Gemeindehaus haben Jugendliche vom 24. bis 28. April wieder die Gelegenheit, gemeinsam zu gucken. Allerdings dreht sich nicht alles ums runde Leder, sondern um Gott.


VON JULIA MAYER

AALEN   Via Satellit wird von Dienstag, 24. April, bis Samstag, 28. April, jeweils um 19.30 Uhr aus der Hamburger Fischhalle ein christliches Programm an verschiedene europäische Orte verschickt - auch ins Evangelische Gemeindehaus.
Pfarrer Bernhard Richter findet es wichtig, "dass es dieses missionarische Jugendevent in Aalen gibt". Im Mittelpunkt der Jesushouse-Abende stehe die Frage nach Lebensinhalt und Lebenssinn. Durch das vielseitige Programm in Hamburg führen Christina Brudereck und Torsten Hebel. Es wird interessante Interviews geben und die Jesushouse-Band mit Florence Joy und Michael Janz sorgt für den musikalischen Rahmen.
"Als Volkskirche sind wir für alle da", so Pfarrer Richter. Deshalb müsse man auch eine Sprache finden, die jugendgemäß sei. "Da heute viele um Jugendliche werben, ist es gut, dass die Gemeinden an einem Strang ziehen", findet der Pfarrer. Denn die Übertragung ins Evangelische Gemeindehaus wird von der Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen Jugend (AACJ) organisiert.
"Beim letzten Jesushouse im Jahr 2004 waren 180 Jugendliche in Aalen dabei", erinnert sich Thomas Mayer, Pastor der evangelischen Freikirche "Hoffnung für Alle". Europaweit haben sich damals über 700 Gemeinden und Gruppen beteiligt. "Diesmal rechnen wir mit rund 250 Jugendlichen pro Abend", meint David Täubert, Vikar der evangelischen Freikirche "Volksmission entschiedener Christen".
Der Eintritt zu den Jesushouse-Abenden ist frei, Einlass bereits um 18 Uhr.

ÜBERKONFESSIONELLES FRAUENFRÜHSTÜCK



Jakobus Richter sprach über "Recht, Güte und Demut"

Eine Antenne für Gott haben

"Du bist der Gott, der mich stört", lautete der Titel des Referates am Samstagmorgen beim Überkonfessionellen Frauenfrühstück für Frauen und Männer in der Aalener Stadthalle.

AALEN   Jakobus Richter sprach vor 170 Interessierten sehr unterhaltsam über "Recht üben, Güte und Demut".
Zahlreiche neue Lebensimpulse gibt es beim Überkonfessionellen Frauenfrühstück vom Verein Noomi e.V., neben einem leckeren Buffet, Kinderbetreuung und musikalischen Beiträgen. Zuständig für die Lebensimpulse war Jakobus Richter, der seit 1991 die Leitung der christlichen Lebensgemeinschaft "Mühlrad e.V." im Eselsburger Tal bei Herbrechtigen inne hat. Er ist 60 Jahre alt, begleitet seit mehr als 35 Jahren Menschen in der Seelsorge und Lebensberatung, vor allem bei Eheproblemen. Seine Berufung ist es, Hilfen zur Lebensgestaltung zu geben und zum Glauben und einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus zu ermutigen.
Zum Auftakt plauderte er spontan mit Wolfgang Gröber, was ihn auf den Weg mit und zu Gott gebracht hatte, was ihm im Leben wichtig ist und welche Gabe er gerne noch weiter ausbauen wolle. Sehr sympathisch und humorvoll, gespickt mit vielen Begebenheiten und kleinen Geschichten, sprach der charismatische Mann mit der "barocken" Figur, wie er selbst von sich behauptet. "Gott stört uns, wenn wir mit dem, was wir falsch machen, in die falsche Richtung gehen", sagte er und er wünschte allen "eine Antenne und Dankbarkeit für einen Gott der uns stört".
Doch wie kann Gott mich stören? An drei Punkten machte er es fest: "Recht üben, die Güte lieben und demütig sein." Recht üben, heiße für ihn zu hinterfragen: "Ist es wirklich in Ordnung, was ich tue?" Güte komme von gut. "Gott ist es egal, ob wir dick oder dünn sind, er schaut nur darauf, ob wir gut zu uns und zu anderen sind." Demut stehe für ihn im Gegensatz zur Arroganz. Unter Demut verstehe er, sich in Augenhöhe zu begegnen und zu vergeben.
Musikalisch bereichert wurde der Morgen von der Musikgruppe der "Hoffnung für alle". Das nächste Frauenfrühstück findet am 23. Juni statt. Sprechen wird Schwester Theresa Zukic, bekannt auch als Skateboard-Schwester.
sf

ÜBERKONFESSIONELLES FRAUENFRÜHSTÜCK



Linda Karbe in der Aalener Stadthalle

Hilfreiche Tipps für ein gelungenes Familienleben gab es am Samstagmorgen beim überkonfessionellen Frauenfrühstück von Noomi e.V. in der Aalener Stadthalle. Die Hessin Linda Karbe inspirierte zu "Entdecke deine Familie neu".

AALEN   Sehr sympathisch steht Linda Karbe am Rednerpult. Selbst durch und durch Familienmensch, legt sie ihre Familienbande offen, erzählt von den drei Kindern und dem Pflegesohn, ihren Hunden und dem an Alzheimer erkranktem Ehemann. Seine Krankheit fordert sie seit acht Jahren dazu auf, die Berufstätige zu sein, sie arbeitet als Ehe- und Einzelberaterin in Lebens- und Glaubensfragen.
Beweggründe, eine Familie gründen zu wollen können vielfältig sein, weiß die 54-Jährige. "Tank- und Raststätte, der Wunsch nach Mutter- oder Vaterschaft, Versorgung, Flucht aus der Einsamkeit", zählt sie auf. "Doch Familie fordert auch viel", "warnt" Linda Karbe und rät, sich durchaus auch mal Tipps von der ledigen Freundin, "die Gold wert ist", zu holen. Sie sei schließlich nicht so "betriebsblind".
Doch auch Karbe hat viele Ratschläge vor allem für Frauen parat, die einen gesunden Pulsschlag in der Familie fördern können. Das Streben nach Freude, Fröhlichkeit und eine gesunde Balance zwischen Freiheit und Abhängigkeit zu finden, erläutert sie. Zudem rät sie, immer ein offenes Haus zu haben, Kontakte zu pflegen. Für sehr wichtig hält sie den Glauben und das Gebet. "Wenn du etwas lebst, dann frage dich in der Bibel, wie", ist mit 16 Jahren ihr Lebensmotto geworden.
Zu einer gesunden Familie gehöre auch die Entschlossenheit zum Lieben, trotz den Fehlern und Schwächen des anderen, auch ein Stück Verzicht, und häufig Lob auszuteilen. "Seien sie eine Mutter die auffängt und ermutigt", bittet Linda Karbe. "In einer Familie wird das Sprungbrett aufgebaut, von dem die Kinder ins Leben springen."
Musikalisch umrahmt wurde der Morgen von Elke und Frank Gelhardt. Das nächste überkonfessionelle Frühstück für Frauen ist am 17. Februar 2007 in der Aalener Stadthalle.
sf

KICKOFF 2006



Fußballturnier und Jugendgottesdienst auf dem Gelände der TSG Hofherrnweiler

Keiner steht im Abseits

Ideales Fußballwetter, spannende Partien und eine tolle Stimmung auf und neben den Schauplätzen auf dem Gelände des Gastgebers TSG Hofherrnweiler: Als voller Erfolg wurde das in der bundesweiten Aktion "kickoff2006" eingebettete Fußballturnier mit teilnehmenden Teams von Schulen und Kirchengemeinden aus dem Raum Aalen von den Veranstaltern gewertet.

VON THOMAS SCHITTENHELM

Dreizehn Fußballteams spielten am Samstag beim Wettstreit...
  
AALEN-HOFHERRNWEILER   Dreizehn Fußballteams waren am Samstag zum Wettstreit um die Siegestrophäen, neben Pokalen auch Urkunden und Sachpreise, angetreten. Und beim anschließenden Jugendgottesdienst, zu dem von den evangelischen Kirchengemeinden Aalen und Wasseralfingen-Hüttlingen, vom CVJM, der Diakonischen Bezirksstelle, der AAC (Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen) und dem Evangelischen Jugendwerk eingeladen worden war, stand - wie schon in den vorangegangenen Turnierspielen auf den beiden Kleinfeldern - keiner im Abseits. Mit einigen Steilvorlagen zum Nachdenken wollte Pfarrer Timo Meyer von der Baptisten-Gemeinde in Filderstadt den fußballbegeisterten Jugendlichen einen "Anstoß für den Glauben" geben.
Des öfteren fand im Turnierverlauf das Runde den Weg ins Eckige und auch wenn mit Herz und Seele gefightet wurde: Fairplay blieb stets der Grundsatz. Zum Mittel, mit Zeitsperren unfairen Einsatz zu ahnden, mussten die ehrenamtlichen Schiedsrichter nur selten greifen. Im Finale setzte sich - etwas überraschend - das Team des Schubart-Gymnasiums gegen die favorisierte Mannschaft der Karl-Keßler-Realschule mit 1:0 durch. Das "golden goal" erzielte Nico Brenner.
In über 3000 Kirchengemeinden und freikirchlichen Gemeinden werden die WM-Spiele als PublicViewing-Veranstaltungen übertragen; so auch im evangelischen Gemeindehaus in Aalens Friedhofstraße, wo die Beine der Nationalkicker auf einer Großbildleinwand dem Leder nachjagen. Das nächste Mal beim morgigen Kräftemessen der deutschen Nationalelf mit Ecuador, das Vorprogramm beginnt eine Stunde vor dem Anpfiff um 15 Uhr.
Ergebnis Kick-Off-Fußball-Turnier:
1. Schubart-Gymnasium, 2. Karl-Kessler-Realschule, 3. Uhland-Realschule, 4. Ernst-Abbe-Gymnasium, 5. Volksmission Aalen/Heidenheim, 6. Ernst Abbe-Gymnasium II, 7. Hoffnung für Alle, 8. evangelische Kirchengemeinde, 9. Talschule Wasseralfingen, 10. Hofherrnschule GHS, 11. katholische Kirchengemeinde, 12. Baptisten-Gemeinde 13. CVJM Aalen.

© Schwäbische Post 19.6.2006

 

Die Fußball-WM als Anstoß für den Glauben



WELTMEISTERSCHAFT / Kirchliche Institutionen präsentieren kirchlich-weltliches Begleitprogramm

Die Fußball-WM als Anstoß für den Glauben
"Lasset die Kicker zu mir kommen". Unter diesem Motto will die evangelische Kirchengemeinde Aalen in verschiedenen Veranstaltungen und Gottesdiensten mit der Fußballweltmeisterschaft in Aalen einen Anstoß für den Glauben geben. Dabei sei Spannung garantiert.
 

VON ULRIKE SCHNEIDER

AALEN   Ein Fußballturnier mit bislang zwölf Hobby-Mannschaften auf dem Sportgelände der TSG Hofherrnweiler, ein Gottesdienst im Stadtgarten, das CVJM-Gartenfest im Gütle und die drei Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft sowie das Endspiel via Satellit im evangelischen Gemeindehaus sind die vorläufigen Höhepunkte des Kickoff 2006 in Aalen, einem kirchlich-weltlichen Begleitprogramm zur Fußball-WM. Start der Veranstaltungsreihe, die von kirchlichen Institutionen organisiert ist, ist am Pfingstmontag mit einem Gottesdienst im Stadtgarten.
"Die Welt zu Gast in Deutschland ist eine Herausforderung, der wir auch in Aalen gerecht werden wollen", erklärt Pfarrer Bernhard Richter den Hintergrund für die Veranstaltungsreihe unter dem Motto "Lasset die Kicker zu mir kommen". Kickoff 2006: Anstoß für den Glauben bedeute, das Fußballspiel für den Glauben missionarisch zu nutzen.
"Deshalb wollen wir die Begriffe und Handlungsweisen des Fußballs aufgreifen und in Richtung Glauben weiter führen", erklärt Pfarrerin Ursula Richter. So steht beispielsweise das CVJM-Gartenfest am 25. Juni unter dem Thema "Raus aus dem Abseits!". Der Jugendgottesdienst beim Fußballturnier am 17. Juni unter dem Slogan "Wanna be made" widme sich dem Thema Zufriedenheit. Der Abschlussgottesdienst am 9. Juli mit Pfarrer Jochen Stolch in der Magdalenenkirche ist mit "Finale: Der letzte Kick - wir bleiben weiter am Ball!" überschrieben. Ziel aller Veranstaltungen sei es, Schülerinnen, Schüler und Jugendliche zu erreichen, betont Ursula Richter. Man komme ins Gespräch, verstehe sich, könne und müsse Kompromisse finden, die über die Weltmeisterschaft hinaus wirken. "Das ist bestes ökumenisches Lernen", konstatiert sie.
Die Aktion wolle Glaube und Sport verbinden, meinte Bernd Schäufele vom evangelischen Jugendwerk, Bezirk Aalen, ebenso Mitveranstalter wie die evangelische Kirchengemeinden von Aalen und Wasseralfingen-Hüttlingen, der CVJM Aalen, die Diakonische Bezirksstelle und die Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen.
Daher beginnen die Veranstaltungen mit der Übertragung der Vorrundenspiele mit deutscher Beteiligung immer eine Stunde vor Spielanstoß. Das Vorprogramm kommt teils via Satellit aus München und wird vom ehemaligen brasilianischen Nationalspieler Jorghino und Tim Niedernolte von RTL moderiert. Einen Teil gestalten Aalener Gruppen. In den Pausen gibt es Speis und Trank. Alles ist alkohol- und rauchfrei.

 

Schönheit kommt von innen



STADTHALLE AALEN / Frühstück für Frauen

Von Prospekten lachen sie uns entgegen, verfolgen uns regelrecht: "Schöne" Frauen, braungebrannt, schlank mit makelloser Haut, breitschultrige, fitte Männer. Sind diese Menschen wirklich schön oder durch ihr Gleichsein langweilig?

AALEN   Ganz der inneren und äußeren Schönheit widmete sich das Überkonfessionelle Frühstück für Frauen von Noomi e.V., das am Samstagmorgen rund 180 Frauen in die Aalener Stadthalle gelockt hatte. Nach einem reichhaltigen Frühstücksbüffet sorgten Heidrun Ohligschläger und Annemarie Dick für einen humorvollen Auftakt mit einer gespielten Szene aus dem Kosmetiksalon.
Wenn Falten zu Kratern werden und Augenschatten dominieren, muss Frau was tun - oder? "Jede Frau sollte selbst entscheiden, wie viel sie an Geld und Zeit investieren möchte", erläuterte Anne Hettinger, Jugendreferentin aus Schorndorf, 37 Jahre jung und dreifache Mutter, in ihrem Referat. Jede Frau sei auf ihre Weise schön und könne sagen: "Ich bin ein Sehenswürdigkeit, made by Gott." Auch Zufriedenheit, Dankbarkeit und das Versöhntsein mache einen schönen Menschen aus.
Musikalisch umrahmt wurde der Morgen von Ekkehart Hirsch am Keyboard und Ursula Mack mit Gesang.
sf

 

© Schwäbische Post 24.4.2006

Leitplanke des Lebens



"Zweifeln und Staunen" hat ProChrist sein Programm überschrieben, das acht Tage lang Menschen in ganz Europa informieren, fesseln und unterhalten will. Seit Sonntag kommen jeden Abend rund 240 Menschen ins evangelische Gemeindehaus in Aalen. In ein Rahmenprogramm eingebettet verfolgen sie gebannt die Übertragung eine Impulsgottesdienstes aus der Münchener Olympiahalle.

VON ULRIKE SCHNEIDER

AALEN   Ein Unterhaltungsprogramm im klassischen Sinn ist die Veranstaltung von ProChrist eigentlich nicht. Dennoch sind die vielen Besucher vom Impulsgottesdienst mit Musik, Theater, Gesprächen und Wissenswertem bestens unterhalten. Dies gibt es allabendlich aus München per Satellit, übertragen in 1250 europäische Orte.
Das Foyer des Gemeindehauses ist zum Bistro umfunktioniert. An den Tischen wird über Gott und die Welt geredet. Gedanken der Predigt werden aufgegriffen und diskutiert, man lernt sich kennen und freut sich über die nette Bewirtung durch die Hauskreise oder über das in Apricot dekorierte Gemeindehaus.
Wie ein roter Faden zieht sich die Farbe Apricot durch Räume und durchs Programm. Und das startet pünktlich. Alles ist abgestimmt auf den Auftritt von Pfarrer Ulrich Parzany in der Olympiahalle in München. Der Leiter der ProChrist-Veranstaltungen spricht an diesem Abend in seinem Impuls über die zehn Gebote. Eindringlich und überzeugend führt er die Liebe Gottes gegenüber den Menschen vor Augen. Spricht von einer "Liebeserklärung" im ersten Gebot. Zeigt auf, dass die zehn Gebote (2. Buch Mose, Kap. 20, 1-17) wie eine Leitplanke den Gläubigen auf dem richtigen Weg halten. Dass sie ohne Druck Orientierung vermitteln. In einer Gesellschaft, die regiert wird von Neid und Streben nach Besitztümern, appelliert der Hauptredner bei ProChrist, sich auf die Werte zu besinnen, die Gott in den Geboten vorgebe.
Ulrich Parzany bietet für jedes Gebot ein Beispiel, dem die Zuschauer im abgedunkelten Saal des Aalener Gemeindehauses gebannt folgen. Und er ermahnt sie mit deutlichen Worten von der Leinwand auf der Bühne: "Viele widmen ihrem Auto mehr Aufmerksamkeit, als dem eigenen Wohlergehen. Der Tank muss immer voll sein, Reparaturen werden prompt erledigt." Er fordert, die Seele atmen zu lassen, am Sonntag beim Gottesdienst, beim Essengehen oder bei der sonntäglichen Wanderung. Während im Gemeindehaus drei Flammen einer Kerze vor dem aprikot-farbenen Kreuz flackern, meint man sich ihm ganz nah.
Zur Einstimmung auf die rund einstündige Predigt singt der ProChrist-Mega-Chor in München "Da kann man nur staunen". Und in Aalen wird fleißig mitgesungen - wer den Text nicht kennt, dem helfen die Untertitel auf der Leinwand. Als Entschädigung für das verpasste Freundschaftsspiel gegen die USA interviewt Moderator in München, Jürgen Werth, Brasiliens Nationalspieler und FC-Bayern-Star Zé Roberto.
In Aalen befragt vor der Übertragung der lokale ProChrist-Koordinator Werner Dombacher Pia Schlosser, Ute Wendland und Kristina Scherbaum über Hauskreise, an denen sie teilnehmen.
Die Hauskreise bewirten dann auch im Bistro, wo Dagmar über die zehn Gebote sagt, dass man sie im Grundgesetz wiederfindet, weil sie so wichtig seien. Oder die 13-jährige Sabine von der "voll coolen Veranstaltung" schwärmt. Nebenan meint Harald, er komme morgen sicher wieder.

 
© Schwäbische Post 24.3.2006
 

Glauben auf moderne Weise erfahren



Eine neue Form, christlichen Glauben zu erleben, bieten die Impulsgottesdienste im Rahmen der ProChrist-Aktion im Evangelischen Gemeindehaus. In Aalen wurde gestern der erste von acht Abenden mit Live-Übertragung aus der Münchner Olympia-Halle abgehalten. Thema der via Satellit übertragenen, 80-minütigen Veranstaltung war "Das fängt gut an - Wie ein Zweifler das Staunen lernt". Durch das Vorprogramm leiteten Werner Dombacher und Dekan Erich Haller. Die Singkreise Hofherrnweiler, Domino Lauterburg und der Hauskreis Walloschke rundeten den Abend ab. Bis zum 26. März werden Übertragungen samt lokalem Programm täglich jeweils um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus fortgesetzt.(sk / Foto: hag)
 
© Schwäbische Post 20.3.2006
 

ALLIANZ-GEBETSWOCHE 2006



Viele Gemeinden beteiligen sich  
 
Vom 6. bis zum 14. Januar ist in verschiedenen Kirchen und Gemeindehäusern Aalens Allianzgebetswoche. Die Eröffnung ist am Freitag, 6. Januar mit einem zentralen Gottesdienst in der Aalener Stadtkirche.  
 
 
AALEN   Die Predigt hält dort Pfarrer Bernhard Richter zu dem Wort Jesus: "Ich lebe und ihr sollt auch leben". Die Liturgie gestaltet Pastor Wolfgang Holstein, Elke Gelhardt singt. Am Samstag, 7. Januar, wird ein Jugendabend in den Räumen der Gemeinde "Hoffnung für alle" veranstaltet, am Sonntag, 8. Januar, ist ein Vortragsabend im Evangelischen Gemeindehaus mit Ulrich Materne.
In der nachfolgenden Woche ist jeden Abend um 19.30 Uhr ein Gebetsabend, am 9. Januar in der Martinskirche, am 11. Januar im CVJM-Heim "Gütle", am 12. in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde und am 13. Januar in der Volksmission.
Am Dienstag, 10. Januar gibt es ab 14 Uhr einen Gebetsnachmittag in den Räumen der Markuskirche und als Abschluss der Woche wird am Samstag, 14. Januar um 19 Uhr eine Gottesdienst in der Johanneskirche gefeiert.
 
© Schwäbische Post 4.1.2006

MISSIONSARBEIT




Lucky Moyo arbeitet seit 21 Jahren in Simbabwe als Missionar bei der von ihm gegründeten Agape-Mission.

Schwierige Lage schwächt Tatendrang nicht
 
Man kann ihn getrost als Pioniermissionar in Simbabwe bezeichnen. In Aalen hat er in den 80er Jahren eine Ausbildung zum Elektrotechniker genossen. Lucky Moyo kam vor Weihnachten drei Wochen zurück in seine "zweite Heimat" und berichtete über die vielschichtige Arbeit der Agape-Mission in Simbabwe, der einstigen Kornkammer Afrikas. 
 
VON SASCHA KURZ

AALEN   30 000 Menschen in 70 Gemeinden betreut die Agape-Mission mit Hilfe von Spenden des in Aalen ansässigen Fördervereins. 30 hauptamtliche Mitarbeiter stellen sich dabei in den Dienst der Missionsarbeit, die aufgrund der politischen Lage in der einstigen britischen Kolonie nicht einfacher geworden ist. "Inflation, Arbeitslosigkeit und Hunger schwächen gerade die Armen, Waisen und Witwen, denen unsere Missionsgemeinden helfen", sagt der 45-jährige Lucky Moyo in nahezu akzentfreiem Deutsch.
Armenspeisungen, die Versorgung von rund 3000 Waisenkindern, Hilfe zur Selbsthilfe und der Aufbau von Ausbildungsstätten bilden die Grundpfeiler der Missionsarbeit, die zu 85 Prozent durch den süddeutschen Freundeskreis und den Förderverein finanziert wird. Neuestes Projekt der Mission ist die Betreuung von Obdachlosen, um die man sich nach den jüngsten Vertreibungen in Simbabwe vermehrt kümmern muss.
Politisch möchte Lucky Moyo nicht tätig werden. "Gerechtigkeit und Menschenrechte bilden die Basis eines Gemeinwesens. Die Kirchen sollten sich dabei engagieren und den Menschen bezüglich ihrer Rechte Erleuchtung bringen", meint er. Er bezeichnet die Agape-Mission als "friedlich und unparteiisch", sie wolle die Menschen von innen heraus verändern.
In dem von Robert Mugabe regierten afrikanischen Staat, der die Opposition unterdrückt, können sich viele Menschen nach der anhaltenden Dürre vor zwei Jahren nicht richtig ernähren. "Die Agape-Mission arbeitet mit anderen christlichen Organisationen zusammen. Punktuell sind internationale Organisationen wie die Welthungerhilfe Partner unserer Einrichtung", berichtet der Missionar. Der missionseigene Truck wird schon mal zum Verteilen der Nahrungsmittel in entlegenere Dörfer benutzt.
Was Lucky Moyo Sorge bereitet, ist die medizinische Lage in seiner Heimat. "Es mangelt an Ärzten, Medikamenten und medizinischer Ausrüstung", erklärt er. Fachärzte seien so gut wie keine vorhanden, weil sie nach der relativ guten Ausbildung an der Hochschule Simbabwes das Land sehr häufig verließen. "Von ursprünglich 14 Millionen Einwohnern leben geschätzt vier Millionen im Ausland", sagt er.
Die Missionsarbeit wurde in den vergangenen Jahren nach Botswana und Mosambik ausgedehnt. "In Maputo haben wir eine Gemeinde gegründet. Mosambik birgt große Entwicklungspotenziale. Durch den langjährigen Krieg ist dort vieles kaputt gemacht worden", sagt der ansonsten lächelnde Moyo nachdenklich.
Bevor Moyo Ende November zu seinen Freunden nach Aalen kam, besuchte er Bekannte in der Schweiz und den Niederlanden. Der Kontakt zu den Menschen, die seine Arbeit in Simbabwe unterstützen, ist ihm wichtig. Es scheint, als würde er in Gesprächen mit ihnen Kraft für kommende Aufgaben tanken. Moyo hofft, dass sich die Situation in Simbabwe schnell normalisiert und es zu einer "friedlichen Transformation" kommt. "Wir setzen, gemeinsam mit Gläubigen aus anderen christlichen Kirchen, den politischen Geschehnissen die geistliche Auseinandersetzung mit Gebeten entgegen", meint Lucky Moyo.
Nach den künfigen Zielen gefragt, gerät der Mann aus Simbabwe leicht ins Schwärmen und seine Augen fangen an zu glänzen. "Wir wollen weitere Gemeinden gründen. Vielleicht schaffen wir es, akademische Ausbildungen wie die zum Techniker in eigenen Ausbildungsstätten zu ermöglichen - das wäre sehr schön", meint der Elektrotechniker und Jurist. Er ist sich sicher, dass seine europäischen Freunde die Arbeit im Sinne Gottes vor Ort weiter unterstützen werden und die Agape-Mission das Leben in Simbabwe hoffnungsvoller gestaltet.
Bankverbindung Agape Mission: VR-Bank Aalen, Konto 141 002 000, BLZ 614901 50. Informationen erteilt Herbert Gail, Telefon  (07361) 596230  (07361) 596230 . 
 
Schwäbische Post 20.12.2005
 

ProChrist 2003 - Seminar im Doppelpack




Obwohl ProChrist 2003 erst im März nächsten Jahres stattfindet, bereiten sich die durchführenden Gemeinden bereits intensiv vor. Unter der Leitung von Pastor Wolfgang Holstein von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) und Pastor Jonathan Pfaff von der Volksmission entschiedener Christen wurden die Vorbereitungskurse Jeder Mensch ist Gott wichtig parallel und inhaltsgleich durchgeführt. Im Vordergrund stand die Besinnung auf die Grundlagen christlichen Glaubens. Die Themenschwerpunkte waren Gott begegnen, Menschen verstehen, Nächste gewinnen und Gemeinde gestalten.

Die insgesamt über 80 teilnehmenden Gemeindeglieder sollten so für ihren Einsatz während der ProChrist-Veranstaltungen im März nächsten Jahres vorbereitet werden. An drei Austragungsorten, im Gemeindehaus der Baptisten und der Volksmission, sowie im Dietrich-Bonhoeffer-Haus unter der Regie der Altpietisten, wird die europaweit per Satellit verbreitete Evangelisation durchgeführt werden mit dem Ziel, Jesus als die Schlüsselfigur für ein gelingendes Leben den Menschen bekannt zu machen. Bei ProChrist 2000 gelang dies in beachtenswerter Weise:
1200 ProChrist-Orte zählten etwa 1,2 Millionen Besucher.